Mit dem E-Bike durch Groß Schönebeck

Dank an die Stiftung Anerkennung und Hilfe

Ein Traum ging in Erfüllung. Aber der Reihe nach.

Herr K. ist ein junger Mann, der im Erwachsenenbereich der Wohnstätte „Heidehaus“ in der Gemeinde Groß Schönebeck seine Heimat gefunden hat. Bereits als Kind lebte er zu DDR-Zeiten Mitte/Ende der 80-er Jahre in der Vorgängereinrichtung. Letzteres ist auch der Grund, warum Herr K. von der Stiftung Anerkennung und Hilfe* eine finanzielle Entschädigung erhalten hat. Damit konnte für Herrn K. wohl ein geheimer Wunsch in Erfüllung gehen: ein Fahrrad. Aber nicht irgendein Fahrrad, sondern ein ganz spezielles. Herr K. ist auf den Rollstuhl angewiesen und kann nicht selbst Fahrrad fahren. Also musste ein E-Bike mit Rollstuhlrampe her. Am 18. Dezember 2021 war es dann soweit. Stolz und voller Freude konnte Herr K. sein nagelneues Fahrrad präsentieren.

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* STIFTUNG ANERKENNUNG UND HILFE – Für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an Folgewirkungen leiden. Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Selbstverständlich wollte er das tolle Gefährt gleich ausprobieren. Gemeinsam mit seinem Wohnbegleiter und Bezugsbetreuer, Stefan Unruh, ging es auf Jungfernfahrt durch die Gemeinde Groß Schönebeck. Geschmückt mit drei Luftballons und einem Schild mit der Aufschrift „Stiftung Anerkennung und Hilfe – Wir sagen Danke für die Unterstützung. Wir sind dann mal unterwegs …“ starteten die beiden. EDEKA-Filiale, Döner-Center, Apotheke, die Kirche, das Kutschenmuseum und der mobile Hähnchengrill bildeten die Reiseroute. Das Gespann weckte schnell die Aufmerksamkeit und Neugier der Passanten. So kam man ins Gespräch, beantwortete die eine oder andere Frage. Viele freuten sich mit und für Herrn K. Sie gratulierten herzlich zu diesem super Fahrzeug. Für den jungen Mann ist es aber mehr als ein Fortbewegungsmittel. Es bedeutet mehr Mobilität, bessere Möglichkeiten, am Leben in der Gemeinde teilzuhaben, Kontakte zu knüpfen und natürlich Spaß zu haben. Mit einem Wort: mehr Lebensqualität.
In der nächsten Zeit sollen auch Ehrenamtler gewonnen werden, die für Herrn K. kräftig in die Pedale treten, „um so ordentlich „Kilometer zu schruppen“, sagt Stefan Unruh.

In seinem Brief an Frau Sophie Lange, Stiftung Anerkennung und Hilfe, bedankte sich der Bezugsbetreuer im Namen von Herrn K. und dessen Familie sehr herzlich für die geleistete Unterstützung. Ohne diese wäre der Traum vom eigenen Fahrrad für Herrn K. wohl ein Traum geblieben. Den Wortlaut des Dankschreibens können Sie hier nachlesen.
Auch an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an die Stiftung und deren Unterstützer.