Förder- und Arbeitsbereiche

Förder- und Betreuungsbereich

Der Förder- und Betreuungsbereich (FBB) verfolgt das Ziel, den Menschen mit Behinderung eine generelle Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dabei wird eine qualitätsgerechte Umsetzung von einfach strukturierten Arbeiten mit größtmöglicher Selbstständigkeit angestrebt.

Jeder behinderte Mitarbeiter wird entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Neigungen und Interessen an einfache Arbeiten herangeführt – unter Berücksichtigung der Schwere seiner Beeinträchtigung.

Um eine Eingliederung in den Berufsbildungsbereich und später in den Arbeitsbereich zu ermöglichen, ist dieser Aufbau der Werkstattfähigkeit Voraussetzung.

Unsere Mitarbeiter werden in unserem Bereich mit einem Personalschlüssel von 1:3 betreut. Sie erhalten bei gleich bleibender personeller und räumlicher Struktur eine optimale, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Förderung, während sie an einfach strukturierte Arbeiten herangeführt werden. Durch intensive Anleitung und Motivation werden vorhandene Kompetenzen aufgespürt und aktiviert, so dass auch Mitarbeiter mit schweren Beeinträchtigungen eine generelle Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht werden kann.

Mitarbeiter, die in der Lage sind, sich auf neue Bedingungen einzulassen, absolvieren zusätzlich ein ein- bis mehrwöchiges Praktikum in den größeren Gruppen der Hauptwerkstatt. Dabei werden sie von ihrem vertrauten Gruppenleiter begleitet.

Nehmen die Mitarbeiter das Praktikum gut an, wird der Betreuungsaufwand langsam reduziert.

Um unseren Mitarbeitern sowohl eine positive Weiterentwicklung im psychomotorischen und kognitiven Bereich, als auch eine Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen zu ermöglichen, werden ihnen verschiedene Maßnahmen angeboten.

Der durchstrukturierte Tagesrhythmus mit immer wiederkehrenden Abläufen kommt den individuellen Bedürfnissen entgegen und fördert die Persönlichkeit.

Mitarbeiter, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung die personellen und strukturellen Bedingungen des FBB zu einer ihnen angemessenen Teilhabe am Arbeitsleben benötigen, werden hier langfristig und bei Bedarf auch dauerhaft gefördert.

Hier können Sie einen Blick auf die Grundstruktur eines Wochenplans im Förder- und Betreuungsbereich werfen.

Der durchstrukturierte Tagesrhythmus mit immer wiederkehrenden Abläufen kommt den individuellen Bedürfnissen entgegen und fördert die Persönlichkeit.

Mitarbeiter, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung die personellen und strukturellen Bedingungen des FBB zu einer ihnen angemessenen Teilhabe am Arbeitsleben benötigen, werden hier langfristig und bei Bedarf auch dauerhaft gefördert.

Berufsbildungsbereich

Im Berufsbildungsbereich werden unseren Mitarbeitern vielfältige Bildungsangebote unterbreitet. Innerhalb von zwei Jahren durchlaufen sie einen Grundkurs und einen Aufbaukurs. Beide Kurse dienen der gezielten Vorbereitung auf das Arbeitsleben in der WfbM oder bei entsprechender Eignung auch zur Eingliederung in den Ersten Arbeitsmarkt.

Im Grundkurs erfährt der „Auszubildende“ in der Regel eine ganzheitliche Förderung, die sich aus lebenspraktischen Inhalten, arbeitsspezifischer Förderung, kognitivem und sozialem Training zusammensetzt. Er setzt sich zunächst mit einfachen Förderinhalten aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der Werkstatt auseinander. Es werden manuelle Fähigkeiten aber auch der Umgang mit Werkzeugen und einfachen Maschinen in den Bereichen Montage/Verpackung, Elektromontage, Näherei, Holzbearbeitung, Keramik, Hauswirtschaft und Grünanlagenpflege vermittelt.

Hier können Sie einen Blick auf den Wochenplan im Grundkurs werfen.

Im Aufbaukurs (2. Jahr im Berufsbildungsbereich) verändert sich der Ausbildungsalltag noch einmal wesentlich. Nun findet die gezielte Förderung bereits in ausgewählten Praktika in den Arbeitsbereichen statt. Hierbei soll die Sozialkompetenz einschließlich der Teamfähigkeit unter den Bedingungen des Arbeitsbereiches weiter entwickelt werden. Auf der Basis von Grundkenntnissen wird das Anforderungsniveau systematisch gesteigert. Der Umgang mit Werkzeugen und Maschinen gewinnt an Bedeutung.

Arbeitsbereich

„… Die Werkstatt soll über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen verfügen, um Art und Schwere der Behinderung, der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsmöglichkeit sowie Eignung und Neigung der behinderten Menschen so weit wie möglich Rechnung zu tragen.“ (Nach § 5 der Werkstättenverordnung)

Für das Selbstwertgefühl der behinderten Menschen ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie das Recht auf Arbeit von besonderer Bedeutung.

In unserer WfbM sind ca. 300 behinderte Mitarbeiter in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Arbeitsbereiches beschäftigt.

Berufliche Perspektiven nach Aufnahme in den Arbeitsbereich

1. Arbeitsplatz in der Werkstatt

  • Erhalt eines monatlichen Entgeltes
  • Anpassung des Arbeitsplatzes an individuelle Erfordernisse
  • feste Bezugspersonen / klare Strukturen / vertrautes soziales Gefüge
  • Teilnahme an arbeitsbegleitenden Maßnahmen möglich
  • vielfältige Auswahlmöglichkeiten

2. externer Arbeitsplatz (z.B. in Betrieben)

  • unter Anleitung von Fachpersonal der WfbM
  • Arbeit in einem Betrieb des 1. Arbeitsmarktes
  • Erhalt der vertrauten Arbeitsgruppe und des Anleiters
  • Arbeitspensum erfordert höhere Belastbarkeit und soziale Kompetenz
  • Konfrontation mit nicht behinderten Mitarbeitern / Kunden
  • zu unseren externen Arbeitsplätzen

3. ausgelagerter Arbeitsplatz

  • direktes Ziel: Integration auf dem 1. Arbeitsmarkt
  • fester Anleiter und Ansprechpartner ist vorhanden, in der Regel Mitarbeiter des Betriebes
  • Arbeitszeit, Pausenverteilung richtet sich nach den Bestimmungen des Betriebes
  • zu unseren ausgelagerten Arbeitsplätzen

Auf der Basis fachgerechter Anleitung und Betreuung werden die behinderten Mitarbeiter bei der Auswahl eines geeigneten Arbeitsplatzes umfassend unterstützt und in ihrer weiteren Entwicklung individuell begleitet.

Bereich Psychisch erkrankter Menschen

Seit April 2004 gibt es unseren Bereich der WfbM, in dem Menschen arbeiten, die aufgrund einer chronischen psychischen Erkrankung (Psychose, Neurose) nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können, obwohl eine ausreichende intellektuelle Leistungsfähigkeit besteht.

Die Arbeit in dieser Abteilung bietet eine Möglichkeit zur sinnvollen Beschäftigung und Kommunikation mit Kollegen.

Es ist unser Ziel, chronisch psychisch erkrankte Menschen am Arbeitsleben teilhaben zu lassen und sie so in die Gesellschaft zu integrieren.

So werden Persönlichkeitseigenschaften wie Selbstwert, Anerkennung und Identität entwickelt beziehungsweise zurück gewonnen.

In diesem Bereich werden leichte, den individuellen Neigungen und der persönlichen Belastbarkeit angemessene Tätigkeiten ohne Termin- und Leistungsdruck angeboten.

Die vielleicht wichtigste Leistung dieses Bereiches ist die Möglichkeit zum Aufbau sozialer Kontakte zu Kollegen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Ihre Ansprechpartner

Allgemein

Thomas Herzberg

Geschäftsführer

Begleitender Dienst

Carmen Wiese

Leiterin Begleitender Dienst

Produktion

Manuela Bester

Produktionsleiterin