Eingangsverfahren

Der Weg bis zum Eingangsverfahren

Eine Aufnahme in die WfbM ist laut § 136 SGB IX für Behinderte Menschen möglich, „… die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.“ Um in unsere Werkstatt aufgenommen zu werden, bedarf es folgender Schritte:

  • Die Antragstellung für die „Teilhabe am Arbeitsleben“ erfolgt beim späteren Leistungsträger (die Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherungsträger)
  • Auf der Basis von ärztlichen und psychologischen Gutachten fällt der zuständige Leistungsträger die Entscheidung, ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung zur Eingliederung ins Arbeitsleben ist

Endlich im Eingangsverfahren

Für viele Menschen mit Handicap beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Das Thema "Arbeit" rückt in den Mittelpunkt. Der neue Mitarbeiter wird mit seinen Rechten und Pflichten als Arbeitnehmer vertraut gemacht. Zu seinen Rechten zählen z.B. der Anspruch auf Urlaub, sowie die Inanspruchnahme des Versicherungsschutzes in der Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung. Das Eingangsverfahren ist für ihn in der Regel eine dreimonatige Orientierungsphase. Er lernt, sich in der Werkstatt (mit seiner Tagestruktur, seinen neuen Ansprechpartnern) zurecht zu finden. Auf der Grundlage vielfältiger Arbeitserprobungen, Tests in den Kulturtechniken und begleitender Angebote wird eine Eingangsdiagnostik durchgeführt. Dies ist die Voraussetzung, um einen individuellen Eingliederungsplan zu erstellen. Hier werden Ziele und Förderinhalte für den Berufsbildungsbereich formuliert. Bereits im Eingangsverfahren hat der behinderte Mitarbeiter Anspruch auf finanzielle Leistungen:

  • Ausbildungsgeld oder Übergangsgeld
  • Anspruch auf Grundsicherungsrente und gegebenenfalls auf Erwerbsunfähigkeitsrente
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