Mein FSJ bei der Lebenshilfe Barnim

Hi. Ich heiße Paul und habe ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Lebenshilfe Barnim e. V.in der Wohnstätte „Sonnenhof" gemacht.

... Na gut. Ich habe das kein ganzes Jahr durchgezogen. Ich hab nur ein halbes Jahr vom 28. September bis 31. März gemacht. Ja. Das ist auch möglich. Zumindest bei der Lebenshilfe Barnim. Nicht alle Einrichtungen bieten das an.

Der Grund dafür, dass ich nur ein halbes Jahr absolviert habe, ist simpel. Ich wollte zum Wintersemester studieren, da ich aber nicht angenommen wurde, wollte ich es zum Sommersemester erneut probieren. Und weil ich nicht tatenlos zu Hause rumsitzen konnte, habe ich mich für ein FSJ entschieden. Im gesamten FSJ gibt es neben dem Arbeiten fünfmal eine Woche lang ein Seminar, bei dem ich die anderen Leute aus meiner FSJ-Gruppe getroffen habe, die alle sehr nett waren und die alle ein Interesse mit mir teilten. Und zwar, sozial engagiert zu sein.

Sonnenhof_FSJ_2016: Auf dem Weg zum Einkaufen. Vier Männer in verschiedenem Alter gehen auf dem Bürgersteig am Dr.-Zinn-Weg. Der FSJler Paul Buschmann schiebt einen von Ihnen im Rollstuhl.Sonnenhof_FSJ_2016: Nach erfolgreichem Einkauf geht es wieder nach Hause. Die vier Herren stehen auf dem Parkplatz von Netto. Im Hintergrund ist der Markt zu sehen.

Ein FSJ in einer Wohneinrichtung ist natürlich noch mal etwas anderes, im Gegensatz zu einem in einer Werkstatt, bezogen auf das Arbeiten und die Arbeitszeiten. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Denn in der Wohneinrichtung wohnen und leben die Klienten und sind daher teilweise 24 Stunden am Tag dort. Das heißt, es wird im Schichtsystem gearbeitet, damit rund um die Uhr jemand da ist. Die Hauptschichten sind Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht. Und dann gibt es noch den Teildienst, aber der und die Nachtschicht sind nicht für die FSJler vorgesehen. Mich gingen nur die Früh- und Spätschicht etwas an. Vorranging wurde meine Schicht auf den Nachmittag verlegt, da tagsüber die meisten Klienten arbeiten sind.

Anfangs dachte ich, dass es ein Problem wird, immer Spätschicht zu haben, da mein Freundeskreis vormittags in der Schule oder arbeiten war, ich vormittags aber meine Freizeit hatte und nachmittags arbeiten musste. Nachher empfand ich es jedoch nicht als schlimm. Außerdem hatte ich ja auch nicht ständig Spätschicht.

Im ersten Monat wurde ich an den strukturierten Tagesablauf herangeführt und habe die Einrichtung kennengelernt. Auch lernte ich immer wieder neue Mitarbeiter kennen, die mir neue Dinge zeigten und von denen ich in dem halben Jahr viel gelernt habe.

Berührungsängste hatte ich keine, weshalb ich auch schnell an die morgendliche und abendliche Hygiene herangeführt worden bin. (In dieser Hinsicht würde ich von mir behaupten, dass ich den Kollegen eine große Unterstützung war.) Zu meinen Aufgaben gehörte auch die Essenszubereitung, die Reinigung der Zimmer, das Wäschewegsortieren, die Freizeit gestalten, und, und, und...

Sonnenhof_FSJ_2016: Der Weihnachtsmann und sein Helfer. Paul Buschmann ist als Weihnachtswichtel mit grün-braunem Schlapphut, Weste und rot bemalten Wangen verkleidet. Er steht neben dem Weihnachtsmann in typischer Tracht.

Ich kann nicht sagen, dass ich nur sauber machen musste und den ganzen Kram, auf den die anderen keine Lust hatten. Nein! Ich fühlte mich schon nach kurzer Zeit ins Team integriert und habe alles getan, was ich tun durfte. Die Arbeit war gerecht aufgeteilt und es hat mir wirklich Freude bereitet. Letztlich habe ich mich nicht wie ein FSJler gefühlt, sondern wie ein Mitarbeiter. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, dort zu arbeiten. Ich kann sagen, dass es keine schlechte Entscheidung war, in der Wohnstätte „Sonnenhof" mein FSJ zu machen. Es war eine gute Entscheidung!

Sehr vieles habe Ich gelernt, wurde sehr nett behandelt. Es hat mich in meinem Wunsch gestärkt, die soziale Richtung einzuschlagen und nebenbei habe ich sogar mein erstes eigenes Geld verdient.

Paul Buschmann

Übrigens hier könnt Ihr / können Sie einen Bericht vom mir über einen Ausflug in die „NaturThermeTemplin" lesen.

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Lebenshilfe Uns helfen FSJ[Freiwilliges Soziales Jahr] Erfahrungsbericht von Paul Buschmann