Arbeitsbereich

„… Die Werkstatt soll über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen verfügen, um Art und Schwere der Behinderung, der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsmöglichkeit sowie Eignung und Neigung der behinderten Menschen so weit wie möglich Rechnung zu tragen." (Nach § 5 der Werkstättenverordnung)

Für das Selbstwertgefühl der behinderten Menschen ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie das Recht auf Arbeit von besonderer Bedeutung.

In unserer WfbM sind ca. 300 behinderte Mitarbeiter in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Arbeitsbereiches beschäftigt.

Prüfen in der Elektromontage Sägen in der Tischlerei Nähen in der Näherei An der Heißmangel in der Wäscherei

Berufliche Perspektiven nach Aufnahme in den Arbeitsbereich

1. Arbeitsplatz in der Werkstatt

  • Erhalt eines monatlichen Entgeltes
  • Anpassung des Arbeitsplatzes an individuelle Erfordernisse
  • feste Bezugspersonen / klare Strukturen / vertrautes soziales Gefüge
  • Teilnahme an arbeitsbegleitenden Maßnahmen möglich
  • vielfältige Auswahlmöglichkeiten

2. externer Arbeitsplatz (z.B. in Betrieben)

  • unter Anleitung von Fachpersonal der WfbM
  • Arbeit in einem Betrieb des 1. Arbeitsmarktes
  • Erhalt der vertrauten Arbeitsgruppe und des Anleiters
  • Arbeitspensum erfordert höhere Belastbarkeit und soziale Kompetenz
  • Konfrontation mit nicht behinderten Mitarbeitern / Kunden
  • zu unseren externen Arbeitsplätzen

3.ausgelagerter Arbeitsplatz

  • direktes Ziel: Integration auf dem 1. Arbeitsmarkt
  • fester Anleiter und Ansprechpartner ist vorhanden, in der Regel Mitarbeiter des Betriebes
  • Arbeitszeit, Pausenverteilung richtet sich nach den Bestimmungen des Betriebes
  • zu unseren ausgelagerten Arbeitsplätzen

Auf der Basis fachgerechter Anleitung und Betreuung werden die behinderten Mitarbeiter bei der Auswahl eines geeigneten Arbeitsplatzes umfassend unterstützt und in ihrer weiteren Entwicklung individuell begleitet.

Puppenherstellung Puppenkleidung aufziehen Puppenkopf bemalen Puppenteile zusammenfügen fertige Puppen

Bereich Psychisch erkrankter Menschen

Seit April 2004 gibt es unseren Bereich der WfbM, in dem Menschen arbeiten, die aufgrund einer chronischen psychischen Erkrankung (Psychose, Neurose) nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können, obwohl eine ausreichende intellektuelle Leistungsfähigkeit besteht.

Die Arbeit in dieser Abteilung bietet eine Möglichkeit zur sinnvollen Beschäftigung und Kommunikation mit Kollegen.

Es ist unser Ziel, chronisch psychisch erkrankte Menschen am Arbeitsleben teilhaben zu lassen und sie so in die Gesellschaft zu integrieren.

So werden Persönlichkeitseigenschaften wie Selbstwert, Anerkennung und Identität entwickelt beziehungsweise zurück gewonnen.

In diesem Bereich werden leichte, den individuellen Neigungen und der persönlichen Belastbarkeit angemessene Tätigkeiten ohne Termin- und Leistungsdruck angeboten.

Die vielleicht wichtigste Leistung dieses Bereiches ist die Möglichkeit zum Aufbau sozialer Kontakte zu Kollegen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

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Lebenshilfe Arbeiten AB + BPM[Arbeitsbereich und Bereich psychisch erkrankter Menschen]